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Belgisches

Willkommen in meinem absoluten Lieblingsbierland, dem Land der unbegrenzten Biervielfalt, dem Land, in dem selbst der kleinste Dorfladen ein anständiges Bierangebot bereithält. Äußerst sympathisch gibt es hier - wie wohl nirgendwo sonst auf der Welt - einen gleichermaßen kräftigen wie wohlverdienten Tritt in den feisten, kommerzialisierten Hintern des so genannten "Deutschen Reinheitsgebots"! In diesem wundervollen Teil der Welt, dessen Bierkultur seit 2016 zum immateriellen Weltkulturerbe gehört, gibt es alles zu entdecken, was das Herz begehrt: Dubbel, Tripel, Quadrupel, Stouts, Fruchtiges, Spontanvergorenes und und und... Dabei muss es gar nicht das wahrlich vorzügliche, aber leider künstlich verknappte und somit sehr teure Westvleteren 12 sein; für deutlich weniger Geld bekommt man auch das sehr leckere "Trappistes Rochefort 10" oder das ähnlich gute "Quadruppel 11" der Brouwerij De Halve Maan. Überhaupt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei unserem Nachbarn in den allermeisten Fällen sensationell. Belgien, du hast es wahrlich besser...

Little Wing

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Belgian Tripel

8,7 % ABV 

32 IBU

Ich habe mich in den letzten Jahren so manches Mal selbst an einem belgischen Stil versucht und musste feststellen, dass das Brauen eines solchen Bieres echt nicht einfach ist. Die einzigen Belgier, mit denen ich bislang wirklich zufrieden bin und die es deshalb ins Portfolio geschafft haben, sind das belgische Schoko-Stout "Back to Black" und mein Tripel "Little Wing".

Gefällig goldgelb und mit einer stabilen cremigen Schaumkrone steht das "Little Wing" im bau-chigen Glas und duftet fruchtig nach Zitrus und Pfirsich. Im Antrunk zeigt sich das Tripel spritzig und würzig. Danach erscheinen harmonische Noten von Orange, Banane, Gewürzen sowie süßem Karamell. Die drei Getreidesorten Gerste, Weizen und Hafer verleihen dem Körper eine schöne Cremigkeit; die feine Bittere des Styrian Goldings Hopfens  und auch die ausgesprochen würzigen Noten der Wyeast High Gravity Hefe umspielen die Malzaromatik perfekt. Wie bei den Belgiern üblich, versteckt sich gefährlich-geschmeidig ein ordentlicher Alkoholgehalt hinter all den wunderbaren Aromen, was in diesem Fall auch der üppigen Zugabe von goldgelbem Candi Syrup geschuldet ist. 8,7 vol.% sind echt nicht ohne, verleihen aber Flügel. Zumindest bis zum nächsten Morgen...

Cheers!

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