
Lager
Ein gutes "Lager" - das sagt schon die Bezeichnung des Stils - braucht vor allem eines: Zeit! Soll ein charak-tervolles Bier entstehen, benötigen die untergärigen Hefen Ruhe und einen langsamen und kühlen Gär-prozess und vor dem Ausschank eine ausreichende Lagerung. Und diese Besonderheiten kommen bei charakterlosen Industriebieren, die den deutschen Markt beherrschen, leider viel zu kurz. Eine Perle der Natur? Von wegen! Wie ein gutes Lager schmecken kann, lernt man z. B. in Hamburg bei Kehrwieder. Der "Prototyp" ist seit Jahr und Tag eines meiner untergärigen Lieblingsbiere.
Was ich am Lagerbier auch mag, ist, dass es in Geschmack und Aussehen ganz schön divers ausfällt: Pils, Export, Helles oder Märzen, Wiener Lager, Norddeutsches Rotbier oder Schwarzbier. Wenn sie fein geraten sind: Nach all der Geduld schnell ins Glas damit!
Red or Dead

Norddeutsches Rotbier
5,2 % ABV
28 IBU
Das "Red or Dead" ist ein mit der SafLager W-34/70 bei 12 Grad schön langsam vergoren und hat genug Zeit zu reifen, bevor es in den Ausschank geht. Die Malzschüttung aus Bio Pilsner, Bio Wiener, Best Red X, Bio Carared, Caramünch und Melanoidin erzeugt einen wunderbar roten Sud, die beiden Hopfensorten Hallertau Mittelfrüh und Cascade verleihen dem Bier eine angenehme Fruchtigkeit und milde Würze. Die sehr süffige Charakteristik des "Red or Dead" bringt es mit sich, dass man sich den ganzen Abend damit vergnügen kann. Oder wie Randi Tytingvåg so schön singt: "Red or Dead. [...] I always want more."
Cheers!