
Wieß
Da ich von der Hopfenschmiede aus den Kölner Dom selbst bei klarstem Wetter nicht sehen kann und ich Filtern ohnehin doof finde, kann ich kein Kölsch brauen. Also mache ich lieber ein Wieß, also letztlich ein naturtrübes Kölsch, das durch seinen recht leichten Malzkörper und die geringe Hopfengabe sehr mild und mit nahezu grenzenloser "Drinkability" daherkommt. Ich selbst trinke ehrlich gesagt lieber das wunderbar karamellmalzige und ausgeprägt hopfige Obergärige der rheinischen Konkurrenz. Da meine Frau diesen Bierstil aber so gerne mag, habe ich ihr zuliebe auch mal ein Wieß entwickelt...
Sigh No More

Wieß
4,8 % ABV
25 IBU
Das "Sigh No More" lässt die Seufzer all derer verstummen, die dem Kölsch ganz pauschal nachsagen, man könne es von der flüssigen Ausscheidung des menschlichen Körpers im Grunde nicht unterscheiden.
Strohgelb und leicht hefetrüb fließt das Wieß ins schlanke Glas und bildet eine schneeweiße Krone aus feinporigem Schaum. In der Nase verbindet sich die Malzigkeit mit feinen Hopfennoten, wobei der verwendete Spalter Select mit seinen blumigen, grasigen und würzigen Noten vorzügliche Arbeit leistet. Ein Whirlpool mit Cascade ergänzt zudem feine Zitrusnoten. Da die Würze bei 15 Grad eher kühl vergoren wird, ist die Hefearomatik bewusst neutral gehalten. Der Antrunk ist ausgewogen und gefällig, der Abgang und Nachtrunk sind leicht herb und sorgen dafür, dass man sich gerne ein weiteres Gläschen genehmigt. Bierdeckel auf's Glas? Fehlanzeige!
Cheers!